Nachrichten aus den Vereinen
Freie Wähler treten "Bündnis gegen Rechts" bei
Aufgrund der angekündigten Aufmärsche rechtsextremistischer Gruppen am 01.Mai in Würzburg und Schweinfurt hat der Deutsche Gewerkschaftsbund zu einem Bündnis demokratischer Organisationen gegen diese Aktion aufgerufen. Der Jugendreferent der Unabhängigen Wählergemeinschaft der Kreisverbandes Würzburg-Land Harald Sauer (Opferbaum) hat diese Idee aufgegriffen und in seinem Umfeld mobil gemacht. Seine Begründung ist einfach wie erschreckend: „Aktuelle Statistiken beweisen, dass diese rechtsextremistischen Gruppen in letzter Zeit deutschlandweit über mehr Zuwachs verfügen, als alle anderen demokratischen Jugendorganisationen zusammen!“
Neben den Kreisverband der UWG und der Wählergruppe Würzburg Land sind nun auch die vier Ortsverbände im Nordosten des Landkreises Estenfeld, Kürnach, Unterpleichfeld und Bergtheim beigetreten. Auch hier wird eine dringende Notwendigkeit gesehen, solchen Auswirkungen massiv entgegenzutreten.
Der Estenfeld Ortsvorsitzende Markus Schäfer begründet dies mit den Wurzeln der FW, wo ausdrücklich Meinungs- und Redefreiheit deklariert ist und bereits den Anfängen einer Kehrwende entgegengetreten werden soll. Gerade heuer zum 50jährigen Jubiläum seines Ortsverbandes steht man mehr denn je zu diesem Bekenntnis der Demokratie und Freiheit.
Sein Kollege Manfred Dülk (Kürnach) sieht die Zuwanderungen zum rechten Rand auch in dem Bild der heutigen Gesellschafts- und Politiklandschaft begründet. Ministerpräsidenten welche sich für Sprechstunden einkaufen lassen, Steuerflüchtlinge in hohem Maße, ein Außenminister welcher Sozialhilfeempfänger angreift auch das sind Gründe, welche das Vertrauen in die Politik erschüttern und Menschen nach Rechts treiben. Schließlich waren es auch die Zustände einer Weimarer Republik, welche die NSDAP erst stark gemacht haben.
Deutlich äußert sich auch die Kreisvorsitzende der Wählergruppe und Vertreterin des Ortsverbandes Unterpleichfeld Christina Stuntz: „Braunes Gedankengut ist nicht vereinbar mit demokratischen Grundsätzen. Diese müssen erhalten bleiben, daher stehen die FW
klar gegen rechte Strömungen.“ Ortsvorsitzender Robert Kremling aus Bergtheim plädiert dafür, dass Jugendlichen vermehrt die Möglichkeit in den Kommunen geboten werden muss, sich in den örtlichen Vereinen zu engagieren und Verantwortung aufzutragen. Gerade als 2. Bürgermeister seiner Gemeinde tritt er dafür ein, dass diese Aktivitäten für Jugendliche auch seitens der Kommune unterstützt werden.
Der Initiator der Aktion Harald Sauer sieht hier erste deutliche Alarmzeichen, denen entgegengewirkt werden muss. Das besagte Bündnis hat mittlerweile über 50 Beitritte zu verzeichnen und Sauer hofft, dass es noch einige mehr werden. Ihm liegt besonders am Herzen, dass Jugendliche durch richtige Aufklärung die Gefahr selbst erkennen und sich hier nicht für diese rechte Strömungen missbrauchen lassen.

Bündnis gegen Rechts: Vier Ortsverbände der Freien Wähler aus dem nordöstlichen Landkreis Würzburg sind beigetreten. Die Vorsitzenden von links: Manfred Dülk (Kürnach), Christina Stuntz (Unterpleichfeld), Harald Sauer, (Jugendreferent der Kreis-UWG und Initiator der Aktion), Markus Schäfer (Estenfeld) und Robert Kremling (Bergtheim).
Aktualisiert (Mittwoch, den 07. April 2010 um 18:11 Uhr)





